Erntedank ist im Waldorfkindergarten Dillingen-Pachten ein besonderer Moment im Jahreslauf. Es ist eine Zeit, innezuhalten, die Gaben der Natur bewusst wahrzunehmen und Dankbarkeit für das zu entwickeln, was Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen hervorbringen. Am Freitag, 18. September 2026, feierten die Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher des Waldorfkindergartens Dillingen-Pachten ihr Erntedankfest gemeinsam im Garten des Kindergartens.
In den Tagen vor dem Fest hatten die Kinder ihre Erntedank-Körbchen mitgebracht. Darin befanden sich viele verschiedene Gaben aus Garten und Natur. Von Kartoffeln, Möhren, Zucchini & Kürbis über Zwiebeln, Bohnen, Pastinaken oder Lauch: Am Morgen bereiteten Kinder, Eltern und Erzieher daraus gemeinsam eine duftende Gemüsesuppe vor. Es wurde gewaschen, geschnitten, gerührt und gekocht und die Kinder konnten unmittelbar erleben, wie aus den mitgebrachten Gaben durch gemeinsames Tun eine Mahlzeit entsteht.
Zur Mittagszeit kamen dann weitere Eltern hinzu, um gemeinsam mit den Kindern und den Erzieherinnen im Garten zu essen. Zur Gemüsesuppe gab es selbstgebackenes Brot. Anschließend wurden bunte Obstteller gereicht. Äpfel, Birnen, Trauben & weitere Früchte ließen sich die Kinder gut schmecken.
Bevor aber gemeinsam gegessen wurde, versammelten sich alle um die gedeckten Tische und feierten Erntedank mit einem großen gemeinsamen Reigen. Dabei wurde spürbar, worum es bei diesem Fest im Waldorfkindergarten geht: Die Kinder erleben den Rhythmus der Jahreszeiten und erfahren, dass die Ernte nicht selbstverständlich ist. Sie begegnen den Gaben der Natur mit Aufmerksamkeit und Dankbarkeit.
Durch das eigene Tun wird diese Erfahrung besonders unmittelbar. Beim Ernten, Schneiden und Kochen kommen die Kinder mit den Lebensmitteln in Berührung und können mit allen Sinnen erfahren, woher sie kommen und wie viel Arbeit und Pflege in ihnen steckt. Gleichzeitig entsteht durch das gemeinsame Vorbereiten, Teilen und Essen ein starkes Gefühl von Gemeinschaft.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Familien, die mit gefüllten Körbchen, großen Töpfen und helfenden Händen, wie beim Tragen der Tische und Bänke sowie beim anschließenden Aufräumen zum Gelingen des Festes beigetragen haben.
